DEL - 36. Spieltag 2015/2016
G A M E D A Y am Seilersee

vs.
So. 10.01.2016 - Eissporthalle Seilersee (Das Eiswerk) Iserlohn - Spielbeginn: 17:45 Uhr -
live bei Servus-TV – Übertragungsbeginn 17:30 Uhr

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Spielleitung:
HSR Brill, Marcus
HSR2 Haupt, Bastian
LSR1 Mosler, Markus
LSR2 Starke, Matthias
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Die Begegnungen der Saison 2015/2016:
12.12.15 - KEC vs. IEC - 4 : 3 nP
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Schon weit im Vorfeld war die Partie des 36. Spieltages ausverkauft, bei dem die Iserlohn Roosters die Kölner Haie zu Gast haben werden, Westderby-Time am Seilersee. Es ist das Spiel des Tabellenzehnten beim Tabellenzweiten und es geht für beide um die Qualifikation für die Playoffs. Iserlohn hat hier zur Zeit die bessere Ausgangsposition, das Kölner Starensemble bleibt bisher weit hinter den Erwartungen zurück. Es muss sich nun am Sonntag zeigen, wohin die Reise für beide Teams gehen wird. Das Spiel, bei dem eine grandiose Stimmung zu erwarten ist, wird live bei Servus-TV übertragen, sodass ganz Eishockey-Deutschland in den Genuss dieses Westschlagers kommen kann.
Wie gesagt, in Köln ist man weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Der mit Stars gespickte Kader, der nach der enttäuschenden letzten Spielzeit komplett umgekrempelt wurde, zeigt keine Konstanz in den Leistungen, man tritt nicht als Team auf. Und der „Heilsbringer“ Sundblad, der in der letzten Spielzeit Uwe Krupp an der Bande abgelöst hat, hat auch viele Vorschusslorbeeren verspielt, auch wenn KEC-Geschäftsführer Peter Schönberger dem Trainer öffentlich den Rücken stärkt. Seiner Meinung nach ist das Verhältnis zwischen Spielern und Trainer gut, man würde keine Gleichgültigkeit oder Resignation bemerken. Zitat: „Sie ärgern sich sehr über Niederlagen, sie wollen es besser machen. Die Mannschaft lebt, es gibt keinen Grund den Druck auf sie zu erhöhen.“ Wie viel diese Aussagen wert sind, wird sich noch zeigen müssen, insbesondere wenn die Ergebnisse nicht die hohen Erwartungen erfüllen; bleiben es nur Lippenbekenntnisse?
Man steht mit 50 Punkten aktuell nur noch auf Platz 10, nachdem man am Freitag zu Hause mit 3:4 gegen Ingolstadt verloren hat. Auf Platz 6 hat man fünf Punkte Rückstand (zur Zeit Wolfsburg), doch rückt Ingolstadt durch den Sieg den Haien auf die Pelle, mit 49 Punkten ist man in den Windschatten für die Pre-Playoffs getreten. Auf die Roosters sind es inzwischen schon 14 Punkte Rückstand, was bereits eine enorme Hausnummer darstellt. 18 Siege konnten die Haie in der Saison feiern, aber es galt auch 16 Niederlagen zu beklagen. Zu Hause konnte man 10 Siege einfahren, dem stehen sieben Niederlagen gegenüber; auswärts ist die Statistik mit 8 Siegen und 9 Niederlagen fast ausgeglichen. Im Tor hat man mit Gustav Wesslau eine richtig starke Option gefunden, die mit einer Fangquote von 92,9% auf Platz drei steht. Doch kassiert er zu viele Gegentreffer pro Spiel, zur Zeit 2,61 was gleichbedeutend mit Platz 10 in dieser Wertung ist. Offenbar ist also das Defensiverhalten der Haie nicht ausreichend, denn am starken Goalie liegt es nicht, dass man aktuell so gerade auf einem Pre-Playoffplatz steht. Zudem steht Wesslau fast bei jedem Spiel auf dem Eis, insgesamt hat er schon 29 Spiele bestritten; es muss sich zeigen, ob er irgendwann überspielt sein wird. Richtig schwach ist man in Unterzahl, hier gehört man zu den schlechtesten drei Teams mit einer Quote von 17,2% (die Roosters stehen aktuell bei 21,1%).
Hier die Scorerwertung der Kölner Haie: Philip Gogulla 32 Punkte (15 Tore, 17 Assists), Patrick Hager 30 Punkte (9 Tore, 21 Assists), Dragan Umicevic 29 Punkte (5 Tore, 24 Assists), Ryan Jones 26 Punkte (13 Tore, 13 Assists), Shawn Lalonde 23 Punkte (5 Tore, 18 Assists) und Fredrik Eriksson 21 Punkte (5 Tore, 15 Assists).
Die Roosters konnten am Freitag einen Punkt in Mannheim ergattern, nachdem die Adler einen enormen Druck aufgebaut hatten und das bessere Team waren. Doch hielt man diesem Stand, brachte ein 1:1 über die reguläre Spielzeit, musste sich dann aber durch einen Penalty von Kai Hospelt in der Overtime geschlagen geben. Trotzdem ist ein Punkt viel wert, doch nun gilt es gegen Köln drei weitere folgen zu lassen, um den aktuellen zweiten Tabellenplatz zu festigen. Denn München sowie Düsseldorf sind die heißesten Verfolger der Roosters, beide mit nur einem Punkt weniger. Zu Nürnberg auf Platz 5 hat man inzwischen 8 Punkte Vorsprung; das ist nicht viel, aber es ist erst mal ein kleines Polster, das einem eine gewisse Ruhe gibt. Denn weiterhin denkt man nur von Spiel zu Spiel, doch fällt es jedem schwer nicht auf die Tabelle zu schauen und sich überrascht die Augen zu reiben. Denn mit einem Sieg gegen Köln und einer gleichzeitigen Niederlage der Berliner, die zur Zeit mit 66 Punkten nur zwei Zähler mehr haben als die Roosters, könnte man den Platz an der Sonne, sprich die Tabellenführung übernehmen. Kaufen kann man sich dafür nichts, aber wer hätte damit schon am Anfang der Saison gerechnet.
Gegen die Haie wird es vielleicht zu einem Comeback von Chris Connolly kommen, der die Woche über mit einer speziellen Schiene trainieren konnte und sich fit fühlt. Sollte die medizinische Abteilung ein Go geben, dann ist Connolly genau gegen den Gegner wieder mit dabei, der ihm vor knapp einem Monat die längere Ausfallzeit beschert hat (schöne Gruß an Hr. Boucher). Auch ist zu hoffen, dass Jason Jaspers und auch Luigi Caporusso sich von ihren Erkrankungen erholt haben; sie haben sich in Düsseldorf wie auch in Mannheim für das Team reingehängt und mit Aussicht auf einem normale Woche mit ein bischen mehr Ruhe, werden sie das auch gegen die Haie tun und hoffentlich ihre Punktekonto erweitern. Im Tor ist damit zu rechnen, dass Mathias Lange wieder von Pickard übernehmen wird, wobei das nicht mit der Leistung zu tun hat. Es ist zu beobachten, dass es zur Zeit einen Zwei-Spiele-Turnus gibt und um dem Rotationsprinzip treu zu bleiben, ist nun Lange wieder an der Reihe den Kasten der Roosters sauber zu halten. Die Roosters sind weiterhin zu Hause eine Macht, hat man inzwischen zwölf Spiele gewonnen und fünf nach Overtime oder Penaltyschießen verloren. Auswärts sieht die Bilanz nicht so rosig aus, mit 7 Siegen zu 10 Niederlagen ist sie negativ; allerdings konnte man zuletzt in Berlin wie auch in Düsseldorf gewinnen, sodass hier, trotz der Niederlage gegen Mannheim, ein Aufwärtstrend zu beobachten ist. Weiterhin kann man mit nur fünf Niederlagen nach regulärer Spielzeit mehr als zufrieden sein, denn diese Wertung führt man mit Abstand an (München folgt mit 10 Niederlagen nach regulärer Spielzeit).
Hier die Scorerwertung der Iserlohn Roosters: Luigi Caporusso 33 Punkte (13 Tore, 20 Assists), Jason Jaspers 32 Punkte (13 Tore, 19 Assists), Mike York 30 Punkten (6 Tore, 24 Assists), Nick Petersen 27 Punkte (15 Tore, 12 Assists), Brooks Macek 24 Punkte (10 Tor, 14 Assists), Ryan Button 22 Punkte (5 Tore, 17 Assists), Bobby Raymond 21 Punkte (8 Tore, 13 Assists), Boris Blank 18 Punkte (5 Tore, 13 Assists) und Chris Connolly 15 Punkte (8 Tore, 7 Assists).
Die Luft wird dünner für Trainer Sundblad und sollten die Haie in Iserlohn verlieren wird sich zeigen, ob die Aussagen von Hr. Schönberger der Wahrheit entsprechen. Es ist zu erwarten, dass es ein hartes Spiel geben wird und insbesondere die Kölner auf den Körper spielen werden. Hier gilt es für die Roosters dagegen zu halten, den Gameplan der Trainer umzusetzen und die Heimstärke auszunutzen. Helfen dabei werden die Fans, welche die Eishalle am Seilersee wieder in einen Hexenkessel verwandeln werden. Wie gesagt, das Spiel ist schon lange ausverkauft und die Iserlohner Fans werden den Fernsehzuschauern wieder ein Eishockeyspektakel bieten und ihr Team unterstützen. Für Iserlohn geht es darum den zweiten Platz zu verteidigen und Düsseldorf sowie München auf Distanz zu halten. Doch wird Köln alles daran setzen den Iserlohnern die erste Niederlagen in der regulären Spielzeit am Seilersee zu verpassen, um selber den Anschluss an die Playoffplätze nicht zu verlieren. Wieder heißt es diszipliniert zu spielen, Strafen zu vermeiden, die Defensive zu stärken und Wesslau im Tor der Haie zu beschäftigen, dann wird die Heimserie der Roosters bestand haben.